Kurze Antwort: Bilder-SEO bedeutet, Bilder so aufzubereiten, dass Suchmaschinen verstehen, was sie zeigen, und dass sie schnell laden. Die wichtigsten Schritte sind ein beschreibender Alt-Text, ein sprechender Dateiname, passender Text rund um das Bild, ein modernes Format wie WebP in sinnvoller Größe, angegebene Breite und Höhe sowie Lazy Loading für Bilder weiter unten auf der Seite. Klingt einfach, und doch erfüllen nur 1,9 % der Startseiten der 10.000 meistbesuchten Websites sechs dieser Grundregeln gleichzeitig.
Suchmaschinen erkennen heute zwar vieles auf Bildern, verlassen sich aber weiterhin stark auf Text: den Alt-Text, den Dateinamen, die Bildunterschrift und den Inhalt der Seite, auf der das Bild steht. Bilder-SEO sorgt dafür, dass diese Signale stimmen. So kann ein Bild in der Google-Bildersuche, in Google Lens und in den normalen Suchergebnissen erscheinen, und die Seite lädt trotz vieler Bilder schnell. Dazu kommt die Barrierefreiheit: Denselben Alt-Text, den Google liest, liest ein Screenreader blinden Nutzerinnen und Nutzern vor.
Wir haben am 11. August 2026 die Startseiten der 10.000 meistbesuchten Websites der Tranco-Liste ausgewertet: 5.408 erreichbare Startseiten mit insgesamt 310.668 Bildern. Für jede Website haben wir sechs Grundregeln geprüft, die sich maschinell messen lassen:
| Grundregel | Anteil der Websites, die sie erfüllen |
|---|---|
| Kein Bild ohne Alt-Attribut | 62,8 % |
| Überwiegend beschreibende Dateinamen | 49,1 % |
| Lazy Loading im Einsatz | 51,0 % |
| Überwiegend Breite und Höhe angegeben | 40,6 % |
Responsive Bilder mit srcset | 31,1 % |
| WebP oder AVIF im Einsatz | 23,5 % |
| Alle sechs Regeln | 1,9 % (105 von 5.408) |
Rund jede vierte Startseite (26,3 %) erfüllt höchstens eine der sechs Regeln. Zur Einordnung: Wir haben nur Startseiten geprüft, an einem einzigen Tag und im statischen HTML ohne JavaScript. Die Schwellenwerte („überwiegend“ heißt: bei der Mehrheit der Bilder) sind eine bewusste Festlegung. Die Zahlen zeigen trotzdem deutlich, wie viel selbst große Websites liegen lassen, und wie leicht man sich mit sauberer Arbeit abheben kann.
Google nennt den Alt-Text in seiner Dokumentation das wichtigste Attribut, um einem Bild zusätzliche Informationen mitzugeben. Beschreiben Sie in einem kurzen Satz, was zu sehen ist und warum es auf der Seite steht: „Siebträger-Espressomaschine aus Edelstahl mit zwei Tassen auf der Abtropfschale“ statt „Espressomaschine kaufen günstig“. Rein dekorative Bilder, etwa Trennlinien oder Hintergrundmuster, bekommen ein leeres alt="", damit Screenreader sie überspringen.
In unserer Alt-Text-Studie mit 306.634 Bildern auf denselben 10.000 Startseiten (Stand 31. Juli 2026) fehlte bei 11,3 % der Bilder das Alt-Attribut ganz, 21,0 % hatten ein leeres alt="", und 67,7 % waren beschrieben. Wie man gute Alternativtexte formuliert, zeigt unser Alt-Text-Leitfaden mit Beispielen.
espressomaschine-siebtraeger-edelstahl.jpg statt IMG_4823.jpg: drei bis sechs Wörter, Kleinbuchstaben, Bindestriche, Umlaute umgeschrieben, in der Sprache der Seite. Google bezeichnet den Dateinamen selbst nur als sehr leichten Hinweis. Er kostet aber nichts, wenn Sie ihn vor dem Hochladen vergeben. Die Details stehen in unserem Artikel Bilder für SEO richtig benennen.
Google zieht Informationen über ein Bild auch aus dem Inhalt der Seite: Überschriften, Absätze in der Nähe, Bildunterschriften. Ein Foto einer Wanderroute gehört in den Abschnitt über diese Route, nicht in eine Galerie am Seitenende. Bildunterschriften sind ein guter Ort für Details, die im Alt-Text keinen Platz haben, etwa Ort, Datum oder Modellbezeichnung.
| Format | Gut für | Hinweis |
|---|---|---|
| WebP | Fotos und Grafiken im Web | Deutlich kleiner als JPEG bei vergleichbarer Qualität, von allen aktuellen Browsern unterstützt |
| AVIF | Fotos, wenn es besonders klein sein soll | Noch effizienter als WebP, das Erzeugen dauert länger |
| JPEG | Fotos, wenn nichts anderes geht | Universell, aber größer |
| PNG | Grafiken mit Transparenz, Screenshots | Für Fotos meist zu groß |
| SVG | Logos, Icons, einfache Illustrationen | Vektoren, gestochen scharf in jeder Größe |
Moderne Formate sind noch längst nicht Standard: Auf den 10.000 größten Startseiten lagen nur 8,7 % aller Bilder als WebP oder AVIF vor. JPEG (29,4 %) und PNG (23,6 %) dominieren weiterhin.
Ein Foto mit 6.000 Pixeln Breite, das in einer 800 Pixel breiten Spalte steht, verschwendet Ladezeit. Verkleinern Sie Bilder vor dem Hochladen und lassen Sie den Browser über srcset die passende Größe wählen: kleine Varianten für Smartphones, große für breite Bildschirme. WordPress erzeugt diese Varianten und das srcset für Bilder aus der Mediathek automatisch. In unserer Auswertung hatten trotzdem nur 16,6 % aller Bilder ein srcset.
Mit den Attributen width und height reserviert der Browser schon vor dem Laden den richtigen Platz. Ohne sie springt der Inhalt nach unten, sobald das Bild erscheint. Das misst Google als Layout-Verschiebung (Cumulative Layout Shift, CLS), einen der Core Web Vitals. Bei 56,4 % der Bilder auf den großen Startseiten fehlten beide Angaben.
loading="lazy" lädt Bilder erst, wenn sie in die Nähe des sichtbaren Bereichs kommen, und spart so Datenvolumen. Das große Bild ganz oben, oft das größte Element beim ersten Aufbau (Largest Contentful Paint, LCP), sollte dagegen sofort laden. Lazy Loading an dieser Stelle verzögert genau den Wert, den Google misst. WordPress setzt Lazy Loading automatisch und nimmt in aktuellen Versionen das erste große Bild davon aus. Prüfen Sie das trotzdem, wenn Ihr Theme oder ein Plugin eingreift.
Eine XML-Sitemap mit Bildern hilft Google, Bilder zu finden, die es sonst übersehen könnte, zum Beispiel solche, die per JavaScript nachgeladen werden. Gängige SEO-Plugins wie Rank Math und Yoast SEO nehmen die Bilder eines Beitrags automatisch in die Sitemap auf. Reichen Sie die Sitemap in der Google Search Console ein.
Bei Produkten, Rezepten und Artikeln gehört das Bild in die strukturierten Daten (Schema.org), damit es in Rich Results erscheinen kann. Wer eigene Fotos lizenziert, kann mit Lizenz-Metadaten dafür sorgen, dass Google Images das Bild als lizenzierbar kennzeichnet. Für ein gewöhnliches Blogfoto brauchen Sie kein zusätzliches Markup.
Wird Ihre Seite auf LinkedIn, Facebook oder in Messengern geteilt, entscheidet das Open-Graph-Bild (og:image) darüber, wie der Link aussieht. Ein passendes Vorschaubild ist kein Rankingfaktor, bringt aber Klicks. Mehr dazu in unserem Artikel über Open-Graph-Bilder.
| Aufgabe | Erledigt WordPress das? |
|---|---|
Mehrere Bildgrößen und srcset | ✅ Ja, automatisch beim Hochladen |
| Breite und Höhe im HTML | ✅ Ja, für Bilder aus der Mediathek |
| Lazy Loading | ✅ Ja, automatisch |
| Sehr große Fotos verkleinern | ✅ Teilweise: über 2.560 Pixel legt WordPress eine verkleinerte Version an |
| Komprimierung und WebP | ⚠️ Nur eingeschränkt, meist per Plugin |
| Alt-Text schreiben | ❌ Nein, das Feld bleibt leer, bis jemand etwas einträgt |
| Sprechende Dateinamen | ❌ Nein, WordPress übernimmt den Namen der hochgeladenen Datei |
Die technische Seite erledigt WordPress also weitgehend selbst. Liegen bleibt die Beschreibung: Alt-Text und Dateiname. Genau dafür gibt es das Plugin ImageSEO. Eine KI sieht sich jedes Bild an und schreibt Alt-Text, Titel, Bildunterschrift und einen beschreibenden Dateinamen, beim Hochladen oder für die ganze Mediathek auf einmal. Wie Sie bestehende Bilder sicher umbenennen, lesen Sie unter Bilder in WordPress umbenennen. Einen Schritt-für-Schritt-Weg durch die Einstellungen bietet unser Tutorial zu Bilder-SEO in WordPress.
Google AI Overviews, ChatGPT und Perplexity fassen Antworten aus Webseiten zusammen. Wie genau sie Bilder dabei gewichten, legt keiner der Anbieter offen. Sicher ist nur: Diese Systeme verarbeiten die Seite als Text und Code. Ein Bild ohne Alt-Text und ohne erklärenden Text drumherum ist für sie schwer einzuordnen. Die Regeln oben sind deshalb auch die beste Vorbereitung auf KI-Suche. Einen Sonderweg gibt es nicht.
Mehr Hintergründe und Beispiele finden Sie in unserem ausführlichen Beitrag Bilder-SEO 2026 und in den 30 Alt-Tag-Beispielen.
Der Alt-Text. Google nennt ihn ausdrücklich das wichtigste Attribut für Bild-Metadaten. Danach folgen der Text rund um das Bild und der Dateiname.
Für Fotos meist WebP, weil es klein ist und überall funktioniert. AVIF ist noch kleiner. Für Logos und Icons eignet sich SVG. Das Format beeinflusst vor allem die Ladezeit, nicht direkt das Ranking eines Bildes.
Eine feste Grenze gibt es nicht. Ein kurzer Satz, der das Motiv treffend beschreibt, reicht fast immer. Viele Screenreader lesen lange Alt-Texte zwar vollständig vor, für Nutzer wird es aber schnell mühsam.
Indirekt. Schnell ladende Bilder verbessern die Nutzererfahrung und die Core Web Vitals, und gut beschriebene Bilder können zusätzlich über die Bildersuche Besucher bringen. Ein Wundermittel für das Ranking eines schwachen Textes sind sie nicht.
Für die Technik meist nicht, denn Bildgrößen, srcset und Lazy Loading bringt WordPress mit. Ein Komprimierungs-Plugin hilft bei Dateigröße und WebP. Für Alt-Texte und Dateinamen in großer Zahl spart ein Plugin wie ImageSEO viel Handarbeit. Es ist für 10 Bilder im Monat kostenlos, alle Pläne stehen auf der Preisseite.