Vom ImageSEO-Team. Aktualisiert im Oktober 2026.
Kurz gesagt: Ein Bild ist fürs Web optimiert, wenn es (1) nur so groß ist, wie es auf der Seite angezeigt wird, mal zwei für hochauflösende Bildschirme, (2) im passenden Format vorliegt, meist JPEG oder WebP für Fotos, (3) komprimiert ist, (4) keine privaten Metadaten wie GPS-Koordinaten mehr enthält und (5) einen sprechenden Dateinamen und einen Alt-Text hat. Die ersten drei Punkte machen die Seite schneller, die letzten beiden helfen Google, das Bild zu verstehen.
Ob Sie es Foto-SEO, Bild-SEO oder Image SEO nennen: Gemeint sind dieselben Aufgaben. Diese Anleitung konzentriert sich auf den technischen Teil, also das Vorbereiten der Datei, bevor sie auf die Website kommt. Die komplette Liste für Google steht in unserer Bilder-SEO-Checkliste.
Es gibt keine einzige richtige Größe. Die Regel lautet: Exportbreite = größte Anzeigebreite im Layout × 2. Der Faktor 2 sorgt auf den meisten Retina- und Smartphone-Bildschirmen für ein scharfes Bild. Größer bringt nichts: Der Browser lädt dann Pixel, die niemand sieht.
So finden Sie die Anzeigebreite: Rechtsklick auf ein Bild, „Untersuchen“. Die Entwicklertools zeigen die dargestellte Größe in Pixeln an, zum Beispiel 760 × 507.
| Einsatz | Typische Anzeigebreite | Sinnvolle Exportbreite | Hinweis |
|---|---|---|---|
| Bild über die ganze Breite (Hero, Header) | 1.280–1.440 px | etwa 2.400–2.560 px | WordPress verkleinert Uploads über 2.560 px automatisch |
| Bild in der Textspalte (Blog) | 650–800 px | etwa 1.300–1.600 px | Häufigster Fall |
| Produktbild im Shop | 500–700 px | etwa 1.000–1.400 px, quadratisch | Zoom-Funktion? Dann größer exportieren |
| Vorschaubild für Facebook, LinkedIn & Co. (og:image) | – | 1.200 × 630 px | Meta empfiehlt mindestens 1.200 × 630 px, Format etwa 1,91 : 1 |
| Artikelbild für Google Discover | – | mindestens 1.200 px breit, am besten 16:9 | Google verlangt außerdem mehr als 300.000 Pixel insgesamt und max-image-preview:large (setzt WordPress bei öffentlichen Websites standardmäßig) |
| Logo, Icons | – | SVG | Vektorgrafik bleibt in jeder Größe scharf |
Die Werte in den ersten drei Zeilen sind Faustwerte und hängen von Ihrem Theme ab. Messen Sie die Anzeigebreite auf Ihrer eigenen Seite. Die Angaben zu og:image stammen von Meta, die zu Discover aus der Dokumentation von Google.
Laden Sie ein großes Foto hoch, erzeugt WordPress mehrere kleinere Fassungen: 150 × 150 (Vorschaubild), 300, 768, 1.024, 1.536 und 2.048 Pixel. Über das Attribut srcset wählt der Browser dann selbst die passende Größe. Fotos über 2.560 Pixel verkleinert WordPress beim Upload automatisch. Das hilft, ersetzt aber nicht das Komprimieren. Welche Plugins das übernehmen, steht in unserem Vergleich der WordPress-Plugins zur Bildoptimierung.
Google kann laut eigener Dokumentation diese Formate in der Suche verarbeiten: BMP, GIF, JPEG, PNG, WebP, SVG und AVIF. Für die Website zählt vor allem die Dateigröße:
| Format | Gut für | Nicht gut für |
|---|---|---|
| JPEG | Fotos, wenn maximale Kompatibilität wichtig ist | Grafiken mit Text, Transparenz |
| WebP | Fotos und Grafiken; laut Google sind verlustbehaftete WebP-Bilder 25–34 % kleiner als vergleichbare JPEGs, verlustfreie 26 % kleiner als PNGs | Sehr alte Programme, die WebP nicht öffnen |
| AVIF | Fotos mit kleinstmöglicher Dateigröße | Schnelles Erzeugen großer Mengen (das Kodieren dauert länger) |
| PNG | Screenshots, Grafiken mit scharfen Kanten oder Transparenz | Fotos (Dateien werden sehr groß) |
| SVG | Logos, Icons, einfache Illustrationen | Fotos |
| GIF | Kurze Animationen, wenn nichts anderes geht | Fast alles andere; animiertes WebP ist meist kleiner |
Komprimieren heißt, Bildinformationen zu entfernen, die das Auge kaum bemerkt. Drei Wege:
Setzen Sie den Farbraum beim Export auf sRGB. Bilder in Adobe RGB oder ProPhoto RGB wirken im Browser oft blass, wenn sie ohne Farbprofil ankommen.
Wie stark ist zu stark? Vergleichen Sie Original und komprimiertes Bild in voller Größe. Achten Sie auf Himmel, Haut und Farbverläufe: Dort zeigen sich Blockmuster und Streifen zuerst. Eine feste Kilobyte-Grenze gibt Google nicht vor. Messen Sie die Wirkung lieber mit PageSpeed Insights: Für einen guten Wert beim Largest Contentful Paint, oft das größte Bild oben auf der Seite, sollte dieses Element in höchstens 2,5 Sekunden geladen sein.
Jedes Foto aus Kamera oder Smartphone trägt Metadaten in sich. Für das Web gilt:
| Metadaten | Empfehlung | Warum |
|---|---|---|
| GPS-Koordinaten | Entfernen | Verraten bei Fotos von zu Hause, Kunden oder Kindern den genauen Ort |
| Kameradaten (EXIF: Modell, Objektiv, Belichtung) | Optional | Google hat nicht bestätigt, dass sie das Ranking beeinflussen; sie machen die Datei etwas größer |
| IPTC: Urheber, Credit, Copyright | Behalten | Google kann Urheber und Credit in der Bildersuche anzeigen, ohne Garantie; Copyright nennt den Rechteinhaber |
| IPTC: Web Statement of Rights, Licensor URL | Behalten, wenn Sie Bilder lizenzieren | Web Statement of Rights ist Pflicht für das Label „Lizenzierbar“ (alternativ license in strukturierten Daten); Licensor URL wird empfohlen |
Mehr dazu, welche Felder Google auswertet, steht in unserem Artikel Beeinflussen EXIF- und IPTC-Daten die Bilder-SEO?
Schnelle Bilder allein ranken nicht. Google muss auch erkennen, was darauf zu sehen ist. Zwei Dinge erledigen Sie am besten vor oder direkt nach dem Upload:
brandenburger-tor-sonnenuntergang.jpg statt DSC_0421.jpg. Details in unserem Artikel über Bild-Dateinamen für SEO.alt="Brandenburger Tor bei Sonnenuntergang, Blick vom Pariser Platz". So geht es in WordPress: Leitfaden zum Bild-Alt-Text.Bei Tausenden Bildern wird das von Hand mühsam. Unser WordPress-Plugin ImageSEO schreibt Alt-Texte und Dateinamen automatisch, kostenlos für 10 Bilder im Monat auf WordPress.org. Komprimieren kann es nicht; dafür brauchen Sie zusätzlich ein Komprimierungs-Plugin.
Inhaltlich nicht. Alle drei Begriffe meinen, Bilder so aufzubereiten, dass sie schnell laden und in der Suche gefunden werden. Unterschiede gibt es eher beim Publikum:
Für Bildschirme spielt der dpi-Wert keine Rolle. Entscheidend ist die Breite in Pixeln. Ein Bild mit 1.600 Pixeln Breite wird gleich angezeigt, ob es 72 oder 300 dpi hat.
Eine offizielle Obergrenze gibt es nicht. Je kleiner bei gleicher sichtbarer Qualität, desto besser. Besonders wichtig ist das große Bild oben auf der Seite, weil es oft den Largest Contentful Paint bestimmt.
Für Fotos und die meisten Grafiken lohnt es sich. Laut Google sind verlustbehaftete WebP-Bilder 25–34 % kleiner als vergleichbare JPEGs. Logos und Icons sind als SVG meist noch besser aufgehoben.
Google bestätigt keinen Rankingvorteil für eigene Fotos. Die Dokumentation empfiehlt aber hochwertige, relevante Bilder und erklärt, wie Sie Urheber- und Lizenzangaben hinterlegen. Ein eigenes Foto, das genau zum Text passt, ist für Leser fast immer die bessere Wahl.
Nicht unbedingt. Ein Plugin kann bestehende Bilder in der Mediathek nachträglich komprimieren und in WebP umwandeln. Neu exportieren lohnt sich vor allem für sehr große Originale und für die wichtigsten Seiten.